„Mein Kind will einfach nicht allein spielen …“

5 Tipps, wie Eltern dazu beitragen können, dass Kinder gern allein spielen
Tipp Nr. 1:
Kinder haben (manchmal) eine große Ausdauer

Das Wichtigste ist wohl, Kindern von Anfang an das Alleinspiel im Alltag zu ermöglichen und immer wieder zu fördern. Das bedeutet nicht, dass es dabei ständig eine Abwechslung geben muss. Auch wenn es sich für Mutter oder Vater vielleicht manchmal so anfühlen mag: Eltern müssen nicht die Entertainer ihrer Kinder sein, sondern sollten sich eher als Begleiter verstehen. Lassen Sie Ihrem Kind bei solchen Selbstbeschäftigungsspielen alle Zeit der Welt und verzichten Sie darauf, ihm etwas beibringen zu wollen, wozu es selbst unter Umständen noch gar nicht bereit ist.

Tipp Nr. 2:
In puncto Spielsachen gilt beim Alleinspiel: Weniger ist mehr

Entscheidungsforscher wissen: Wenn das Angebot an verschiedenen Möglichkeiten zu groß ist, fällt es manchmal schwer, sich für eine bestimmte Sache zu entscheiden. Vor allem für Kinder ist da die Orientierung manchmal nicht ganz einfach. Unterstützen Sie die Zeiten des Alleinspiels, indem Sie dafür extra Spiele bereithalten, mit denen Ihr Kind gut allein spielen kann (z. B. Puzzle oder Bastelprodukte). Stellen Sie nur eine kleine Auswahl an bestimmten Spielsachen bereit, und ersparen Sie Ihrem Kind so komplizierte Entscheidungsprozesse („Welches der vielen Dinge um mich herum soll ich nur nehmen?“) – so kann es möglicherweise schneller ins Spiel finden.

Tipp Nr. 3:
Einen schönen Platz finden und genug Zeit geben

Kinder sind von Natur aus neugierig, wissbegierig und beschäftigen sich gern allein, aber sie möchten dabei nicht allein sein. Soll heißen: Richten Sie anfangs einen schönen, gemütlichen und übersichtlichen Platz zum Alleinspiel ein, der in Ihrer Nähe ist und planen Sie für diese „Nische im Alltag“ genug Zeit ein. Leisten Sie dem Kind anfangs räumliche Gesellschaft und seien Sie da, falls etwas sein sollte. Trotzdem kann sich das Kind allein beschäftigen, während Sie zum Beispiel etwas lesen oder einfach mal eine Pause machen. Oder Sie richten sich umgekehrt eine gemütliche kleine „Nische“ im Kinderzimmer ein.

Tipp Nr. 4:
Wenn der Einstieg ins Alleinspiel holprig ist ...

Ganz salopp gesagt: Manche Kinder haben sich schon daran gewöhnt, rund um die Uhr „bespaßt“ zu werden und haben grundsätzlich Schwierigkeiten, sich allein mit etwas zu beschäftigen. Sie können Ihrem Kind den Einstieg ins Alleinspiel erleichtern, indem Sie als eine Art Vorbild etwas neben Ihrem Kind spielen, aber nicht mit ihm. Beispiel: Puzzeln. Nehmen Sie sich ein Puzzle und erklären Sie, was Sie tun: „Ich nehme jetzt mal dieses Puzzle. Zuerst lege ich alle Teile aus und suche die Eckstücke ....“. Ermuntern Sie Ihr Kind, sich auch ein Puzzle zu nehmen. Puzzeln Sie so eine Zeit lang nebeneinander her. Wenn das Kind ins Puzzle hineingefunden hat, ziehen Sie sich leise zurück und lassen es allein weiterspielen.

Tipp Nr. 5:
Kinder ermutigen, aber auch mal Enttäuschungen zulassen

Allein ein Puzzle legen, ein schönes Bild malen oder einen Bauernhof aufbauen: Wenn ein Kind etwas von sich aus spielt, so ist es wichtig, dass Sie Ihr Kind darin bestärken und es loben. Freuen Sie sich gemeinsam mit dem Kind über das Spiel und das Ergebnis und bewundern Sie alles, was es allein geschafft, neu gelernt oder produziert hat. Falls mal etwas nicht klappt: Ermuntern Sie Ihr Kind, weiter zu spielen und es noch mal zu versuchen. Sie können ihm gegebenenfalls auch kleine Hilfestellungen geben, sollten sich dann aber wieder zurückziehen. Und wenn etwas gar nicht klappen will? Dann darf Ihr Kind auch ruhig mal wütend oder frustriert sein. Im Großwerden sollen Kinder auch lernen, Enttäuschungen zu verkraften und sich davon trotzdem nicht entmutigen zu lassen. Nach einer kurzen (oder auch mal längeren) Pause und liebevollem elterlichen Trost kann es sich mit neuem Elan dem Spiel oder der Aufgabe widmen.

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